Wohnbeihilfe berechnen in Österreich

Neben der Studienbeihilfe ist die Wohnbeihilfe eine wichtige Einnahmequelle, mit der man die finanzielle Belastung während der akademischen Ausbildung an der Uni Wien etwas reduzieren kann. Anrecht auf diese staatliche Unterstützung haben in der Regel diejenigen, die ein geringes Einkommen haben. Dennoch unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland auch die Regelungen. In diesem Beitrag haben wir nützliche Infos rund um die Wohnbeihilfe in Wien zusammengestellt, die Ihnen die Unwissenheit in Bezug auf die Wohnbeihilfe wegschaffen können.

Allgemein gibt es für drei Arten von Wohnungen die Wohnbeihilfe, darunter:

  • mit öffentlichen Geldern gebaute Wohnungen,
  • mit öffentlichen Geldern sanierte Wohnungen,
  • ungeförderte Wohnungen.

Welche Kriterien müssen erfüllt werden?

In jedem österreichischen Bundesland – insbesondere in Wien – gibt es für die Mieter eine staatliche Unterstützung. Da für die Finanzierung des Studiums in erster Linie die Eltern der Kinder aufkommen müssen, ist die Aufgabe der einzelnen Bundesländer zu bestimmen, ob beim Studium an der Uni Wien ein Anrecht auf Wohnbeihilfe besteht oder nicht. Dabei sind für die Wohnbeihilfe neben dem eigenen Einkommen (das man beim gleichzeitigen Arbeiten und Studieren verdient) auch die Haushaltsgröße, Wohnungsgröße und Wohnungsaufwand wichtige Kriterien. Fangen wir mal an, welche Faktoren wichtig sind die Wohnbeihilfe zu berechnen:

  • Haushaltsgröße
    Die Information, wie viele Personen zusammen Leben, ist hier sehr wichtig, denn selbst Wohngemeinschaften können einen Antrag für die Wohnbeihilfe stellen. Allerdings darf den Antrag auf die Wohnbeihilfe nur eine Person stellen sowie nur diese Person beziehen. Die Hauptvoraussetzung dafür ist, dass man als seinen Hauptwohnsitz genau diese WG gemeldet hat.
  • Haushaltseinkommen
    Das gesamte Nettoeinkommen aller Personen im Haushalt bezeichnet man als Haushaltseinkommen, wobei Alimente oder Stipendien auch zum Nettoeinkommen zählen, jedoch nicht die Familienbeihilfe. Die Rechtssätze liegen bei 863,04 € netto pro Monat und pro Person sowie 1293,98 € für zwei Personen pro Monat. Für jede weitere erwachsene Person erhöht sich dieser Betrag um 430,94 €, wie zum Beispiel bei einer Wohngemeinschaft. Wenn man dieses Mindesteinkommen im Moment nicht erreicht, kann man einen Antrag für die Wohnbeihilfe stellen. Ein Beispiel dafür ist, wenn man innerhalb der letzten zehn Jahre das damals geltende Mindesteinkommen irgendwann zwölf Monate hintereinander erreicht hat. Dieses Beispiel ist vor allem für ältere Studierende interessant, die jetzt einen Großteil ihrer Zeit dem Studium widmen und früher berufstätig waren.
  • Wohnungsgröße
    Pro Person beträgt die angemessene Nutzfläche 50 m², zudem 70 m² für zwei Personen und 15 m² für jede weitere Person. Sollte die angemessene Nutzfläche durch die tatsächlich vorhandene Wohnungsgröße überschritten werden, wird dementsprechend der anrechenbare Wohnungsaufwand gekürzt.
  • Wohnungsaufwand
    Der Wohnungsaufwand wird bei der Berechnung der Wohnbeihilfe ermittelt. Es gibt allerdings einige Beträge, wie zum Beispiel Ausgaben für Heizung und Strom oder die Umsatzsteuer, die bei der Rechnung nicht anerkannt werden.

Welche Dokumente werden für einen Antrag benötigt?

In Wien ist die MA50 für die Wohnbeihilfe zuständig, wobei die Frist für den Antrag immer bis zum 15. des jeweiligen Monats läuft. Dabei sollte man auf keinen Fall vergessen, alle erforderlichen Unterlagen beizulegen. Außerdem bietet die MA50 zur Berechnung der Wohnbeihilfe eigene Tabellen an.

Für einen Antrag werden folgende Dokumente benötigt:

  • Antrag auf Wohnbeihilfe
  • Reisepass oder Staatsbürgerschaftsnachweis
  • Geburtsurkunde, Meldenachweis und Heiratsurkunde aller Personen aus dem Haushalt
  • Einkommensnachweis aller Personen aus dem Haushalt
  • Antrag auf Überweisung der Wohnbeihilfe

Stand: 04.08.2018

Du möchtest alle Infos in einer App?

Dann gleich uniPortal herunterladen und Studium organisieren!