Kirchenbeitrag für Studenten

Wie jede Gemeinschaft braucht auch die Kirche eine Finanzierungsform. Diese Form ist unter dem Begriff Kirchenbeitrag bekannt. Aus mancherlei Sicht ist der Beitrag nicht ideal, aber fair und gerecht ist er schon, da er eng in Verbindung mit den Einkommensverhältnissen der Mitglieder ist. Somit wird versucht sozial angemessen diese Beiträge zu regeln. Darüber hinaus können Eltern und Alleinverdienende Absetzbeträge geltend machen. Somit sind alle, die einen Hauptwohnsitz in Österreich haben und Mitglied einer anerkannten christlichen Konfession sind, dazu verpflichtet den Kirchenbeitrag ab dem 20. Lebensjahr zu zahlen. In Prozente umgewandelt, beträgt der Kirchenbeitrag ca. 1,5 % vom steuerpflichtigen Einkommen.

Diese Beiträge sind sehr wichtig, da die Finanzierung der Schottenpfarre auf drei Quellen aufgeteilt sind:

  • Spenden bzw. Sammlungen der Gemeinde
  • Unterstützung durch das Schottenstift und Kirchenbeitrag

Was wird mit dem Kirchenbeitrag in Österreich finanziert?

Mit dem Kirchenbeitrag werden die Gehälter der Angestellten finanziert, der Erhalt der Gebäude, die laufenden Betriebskosten und die Seelsorge in unterschiedlichen Gruppen. Der Kirchenbeitrag existiert in Österreich erst seit 1938. Die Pfarren finanzierten sich davor aus alten Stiftungen, dem staatlichen Religionsfonds und aus Spenden. Erst im Jahr 1938 wurde das ganze Vermögen des Religionsfonds von der Regierung Adolf Hitlers eingezogen und stattdessen den Kirchenbeitrag eingeführt. Dabei hatte man den Hintergedanken, dass aus der Kirche dann die Gläubigen austreten werden, jedoch war eher das Gegenteil der Fall, da keine Massenaustritte folgten. Außerdem zahlten sogar einige Kritiker der Kirchen freiwillig den Kirchenbeitrag ein, um somit gegen die nationalsozialistische Diktatur Widerstand zu leisten. Heutzutage werden aus dem Kirchenbeitrag über 80 % des Budgets gedeckt. Da weder die Behörden noch der Arbeitgeber die Kirchen über die Einkommensverhältnisse informieren, sind Ihre Auskünfte dabei sehr wichtig, ansonsten werden diese Daten vom Computer automatisch geschätzt. Dies führt jedoch manchmal zu falschen Berechnungen.

Studenten können vom Kirchenbeitrag befreit werden

Sie studieren oder möchten an der Uni in Wien studieren und sind auf jeden Pfennig hingewiesen? Dann können Sie sich vom Kirchenbeitrag befreien lassen! In der Regel verfügt man als Student über ein sehr geringes Einkommen bzw. gar kein Einkommen, weshalb man vom Kirchenbeitrag befreit ist. Doch wie sieht der Ablauf genau aus? In dem Jahr, wo Sie 20 Jahre alt werden, bekommen Sie nach einer kleinen Schonfrist per Post den ersten Brief der zuständigen Diözese, wobei es sich hier hauptsächlich um die Einstufung geht. In diesem Moment weiß ja die Kirche nicht, ob Sie ein Vollzeitgehalt haben oder Sie ein Student an einer Uni in Wien sind.

Danach muss man selbst aktiv werden und die Kirche über die eigenen Einkommensverhältnisse aufklären. Das macht man, indem man das zusätzlich beim Schreiben beigelegte Formular ausfüllt, wo Ihre Beschäftigung und die aktuellen Einkommensverhältnisse abgefragt werden. Wenn Sie also hier angeben, dass Sie studieren und zudem noch eine Fortsetzungsbestätigung bzw. Inspektionsbestätigung beilegen, werden Sie vom Kirchenbeitrag automatisch befreit.

Wenn man keine Fortsetzungsbestätigung bzw. Institutionsbestätigung übermitteln kann, weil man zum Beispiel das Studium abgebrochen oder abgeschlossen hat oder man übermittelt über das Einkommen keine Informationen, dann wird Ihr Einkommen von der Kirche geschätzt und der für Sie zu zahlende Kirchenbeitrag errechnet. Wenn Sie sich weigern diesen Beitrag zu zahlen, bleibt Ihnen nur noch der Kirchenaustritt.

Du möchtest alle Infos in einer App?

Dann gleich uniPortal herunterladen und Studium organisieren!

Pin It on Pinterest

Share This