Familienbeihilfe

Die Eltern haben in der Regel Anspruch auf die Familienbeihilfe bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres des Kindes. Die Familienbeihilfe wird dabei allerdings nur für die gesetzliche Mindeststudienzeit genehmigt. Studierende dürfen ein Toleranzsemester pro Abschnitt länger benötigen, bei einem Studium mit Abschnittsgliederung. Wenn sie aber in der Mindeststudienzeit einen Abschnitt absolvieren, wird in den nächsten Abschnitt das nicht benötigte Toleranzsemester übernommen. Die tolerierte zusätzliche Studiendauer an der Uni Wien beträgt bei Studien ohne Abschnittsgliederung ein Studienjahr.

Grundsätzlich beträgt die Höhe der Familienbeihilfe pro Kind monatlich 141,50 € ab dem 10. Lebensjahr und 165,10 € ab dem 19. Lebensjahr. Bei mehreren Kindern erhöht sich dieser Betrag. Darüber hinaus wird monatlich auch der Kinderabsetzbetrag zusätzlich zur Familienbeihilfe ausgezahlt, der wiederum 58,40 € pro Monat beträgt.

Wo kann man die Familienbeihilfe beantragen?

Üblicherweise muss von den Eltern die Familienbeihilfe beim Finanzamt beantragt werden. Wenn aber keine Haushaltsgemeinschaft besteht oder die Eltern nicht der Unterhaltspflicht nachkommen, kann die Familienbeihilfe selbst vom Studierenden beantragt werden. Sollte direkt nach der Matura das Studium beginnen, muss der Studierende die Studienbestätigung und das Studienblatt an das zuständige Finanzamt schicken. Danach wird die Familienbeihilfe automatisch ausgezahlt. Wenn Sie keine Familienbeihilfe bisher in Anspruch genommen haben, müssen Sie diese beim zuständigen Finanzamt beantragen. Volljährige Studierende, die die Familienbeihilfe in Anspruch nehmen können, haben die Möglichkeit einen Antrag beim Finanzamt zu stellen, damit das Geld auf das eigene Bankkonto direkt überwiesen wird. Hierfür muss eine Einverständniserklärung von den eigenen Eltern unterzeichnet werden.

Kann man die Bezugsdauer verlängern?

Bis zum 25. Lebensjahres kann der Bezug der Familienbeihilfe verlängert werden, und zwar:

  • bei Geburt eines Kindes oder Schwangerschaft,
  • bei Ableistung des Ausbildungs-, Zivil- oder Präsenzdienstes,
  • bei einer minimal 50 % Behinderung,
  • wenn die Mindeststudienzeit zehn Semester beträgt und man mit dem Studium mit vollendeten 19 Jahren begonnen haben,
  • wenn man einmalig bei einem gemeinnützigen freien Wohlfahrtträger in Österreich eine freiwillige Hilfstätigkeit absolviert hat, mit einer Dauer von 8-12 Monaten.

Die zulässige Studienzeit an der Uni Wien verlängert ein nachgewiesenes Auslandsstudium (min. 3 Monate) oder ein unabwendbares und unvorhergesehenes Ereignis um ein Semester. Den Ablauf der vorgesehenen Studienzeit hingegen hemmen Erziehung und Pflege eines Kindes bis zum zweiten Lebensjahr sowie der Mutterschutz.

Kann die Familienbeihilfe weiter gewährt werden?

Damit man auch nach dem 18. Lebensjahr weiterhin die Familienbeihilfe beziehen kann, muss ein Studienerfolgsnachweis über eine Teilprüfung der ersten Diplomprüfung oder 16 ECTS-Punkte aus Pflicht- und Wahlfächern für das erste Studienjahr dem zuständigen Finanzamt erbracht werden, oder mindestens 14 ECTS-Punkte für die Prüfungen der Orientierungs- und Studieneingangsphase nachgewiesen werden. Das Finanzamt benötigt danach keine Studienerfolgsnachweise mehr, jedoch muss der Nachweis der Zeugnisse regelmäßig erbracht werden, damit sich das Finanzamt von der Ernsthaftigkeit überzeugen kann.

Wonach richtet sich die Auszahlung?

Grundsätzlich richtet sich die Auszahlung der Familienbeihilfe nach der Studiendauer und wird nur für fortgesetzt gemeldete Semester ausgezahlt. Sollte man den Studienerfolgsnachweis nicht erbringen oder den Zeitrahmen überschreiten, fällt die Familienbeihilfe automatisch aus. Bei Erbringung des Studiennachweises bzw. bei Beginn des nächsten Studienabschnitts kann man beim zuständigen Finanzamt die Familienbeihilfe wieder beantragen. Außerdem kann man ein Studienwechsel maximal zweimal durchführen, aber spätestens vor dem dritten Semester. Sollte das Studium später gewechselt werden, entfällt die Familienbeihilfe für die Anzahl der Semester, in denen man die Familienbeihilfe bereits bezogen hat.

Wo finde ich die Formulare?

Stand: 04.08.2018

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